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DIE SCHLÖSSER UND MUSEEN

Seine Schlösser, die nie ein Fremder betreten sollte, wurden seit dem Tode Ludwigs II. von mehr als 100 Millionen Menschen besucht. Sie sind steinerne Zeugen der idealen Gegenwelt, die der König sich in Abwendung von der Gegenwart errichtete.

Neues Schloss Herrenchiemsee, © BSV

Neues Schloss Herrenchiemsee, Spiegelgalerie, © BSV

Neues Schloss Herrenchiemsee

1873 erwarb König Ludwig II. von Bayern die Herreninsel als Standort für sein Neues Schloss. Als Abbild von Versailles sollte es ein „Tempel des Ruhmes“ für König Ludwig XIV. von Frankreich werden, den der bayerische Monarch grenzenlos verehrte. 1878 wurde mit dem Bau des „Bayerischen Versailles“ nach Plänen von Georg Dollmann begonnen. Unter den großen Schauräumen sind das Prunktreppenhaus, das Paradeschlafzimmer und die Große Spiegelgalerie hervorzuheben. Das intime Kleine Appartement ist in Formen des französischen Rokoko gehalten und diente als Wohnung des Königs. Ebenso spektakulär wie das Schloss selbst ist dessen Park. Mit geometrisch geformten Rasenflächen, einem Kanal zum See und aufwändigen Wasserspielen lehnt sich seine Gestaltung wiederum an französische Vorbilder an, ohne diese exakt zu kopieren. Ausgehend vom Schloss lässt sich die herrliche Natur der Insel auf einem Rundweg erkunden, der wunderschöne Aussichten auf die Bergkette der Alpen bietet. Die Schlossräume sind nur mit Führung zu besichtigen (deutsch und englisch; bei Gruppen auch viele zusätzliche Fremdsprachen auf Anfrage).
Dauer: ca. 25 Minuten.

Info: Tel. +49 (0)8051-6887-0 | sgvherrenchiemsee(at)bsv.bayern.de | www.herrenchiemsee.de
Öffnungszeiten:
1. April – Mitte Oktober: täglich 9 – 18 Uhr
Mitte Oktober – 31. März: täglich 10 – 16:45 Uhr

Schloss und Park Linderhof © BSV

Schloss und Park Linderhof

Das Schloss im einsamen Graswangtal bei Ettal war ein Lieblingswohnsitz König Ludwigs II. Als Huldigung an die glanzvolle Zeit der französischen Könige des 18. Jh. erbaut, bilden Schloss, Park und Parkgebäude eines der kunstvollsten Ensembles des Historismus in Europa. Obgleich Linderhof eher privaten Charakter hatte, wollte Ludwig II. nicht völlig auf die wichtigsten Räume des Hofzeremoniells verzichten. So entstand unter anderem das prunkvoll ausgestattete Audienzzimmer. Berühmt sind auch der Spiegelsaal und das Speisezimmer mit dem „Tischlein-deck-dich“. Der Park des kleinen Schlosses birgt wundersame Bauten wie die Venusgrotte, eine magisch beleuchtete, künstliche Tropfsteinhöhle. Sie soll den Schauplatz von Wagners Oper „Tannhäuser“ darstellen. Mit dem Marokkanischen Haus holte sich Ludwig den Orient nach Bayern. Nur mit Führung zu besichtigen (deutsch und zahlreiche Fremdsprachen).
Dauer: ca. 25 Minuten. 

Info: Tel. +49 (0)8822-9203-0 | sgvlinderhof(at)bsv.bayern.de | www.linderhof.de
Öffnungszeiten: April - 15. Oktober: täglich 9 - 18 Uhr
16. Oktober - 31. März: täglich 10 - 16 Uhr

Schloss Neuschwanstein, Südfassade, © BSV

Schloss Neuschwanstein

Neuschwanstein, das König Ludwig II. ab 1868 auf einem zerklüfteten Felsen in malerischer Bergszenerie errichten ließ, sollte, wie er an Richard Wagner schrieb, „im echten Styl der alten deutschen Ritterburgen“ erstehen. Während der Bautypus dem Stil der Romanik des 13. Jh. folgt, bezieht sich das Bildprogramm der Wandmalereien zum Teil auf die Themenwelt der Wagnerschen Musikdramen wie „Tannhäuser“ und „Lohengrin“. Der Sängersaal ist nach dem Vorbild des Festsaals der Wartburg bei Eisenach konzipiert und u.a. mit Wandgemälden zur Parzivalsage ausgeschmückt. Der sakral wirkende Thronsaal hatte neben byzantinischen Kuppelbauten auch die Allerheiligenhofkirche der Münchner Residenz zum Vorbild und symbolisierte die Vorstellung Ludwigs II. von einem Königtum von Gottes Gnaden. Neuschwanstein ist keine Kopie einer mittelalterlichen Burganlage, sondern eine charakteristische Neuschöpfung des Historismus. Nur mit Führung zu besichtigen (deutsch und zahlreiche Fremdsprachen). Dauer: ca. 30 Minuten.

Info:
Tickets: Tel. +49 (0)8362-93083-0 | info(at)ticket-center-hohenschwangau.de
allgemein: Tel. +49 (0)8362-93988-0
svneuschwanstein(at)bsv.bayern.de | www.neuschwanstein.de
Öffnungszeiten:
April – September: täglich 9 – 18 Uhr | Oktober – März: täglich 10 – 16 Uhr

Schloss Nymphenburg, © BSV

Schloss und Park Nymphenburg

Die imposante Schlossanlage geht auf das 17. Jh. zurück und wurde im Laufe der Zeit immer wieder erweitert. In ihrer Verbindung von Architektur und Gartengestaltung ist die Schloss- und Parkanlage ein Gesamtkunstwerk von europäischem Rang und beherbergt darüber hinaus bedeutende Kunstsammlungen und Einzelkunstwerke. An König Ludwig II., der in Nymphenburg im Schlafzimmer des Appartements der Königin 1845 das Licht der Welt erblickte, erinnern im Marstallmuseum prunkvolle Wagen und Schlitten im Stil des Historismus sowie 26 Portraits seiner Leibreitpferde.

Info: Tel. +49 (0)89-17908-0 | sgvnymphenburg(at)bsv.bayern.de |
www.schloss-nymphenburg.de
Öffnungszeiten: April – 15. Oktober: täglich 9 – 18 Uhr | 16. Oktober – März: täglich 10 – 16 Uhr

Residenz der Wittelsbacher in München © BSV

Residenz München – 
Schloss und Schatzkammer der Wittelsbacher

Die Residenz war von 1385 bis 1918 Sitz der Herrscher Bayerns. Heute gehört sie zu den bedeutendsten Raumkunstmuseen der Welt. 130 prunkvoll ausgestattete Säle, Kabinette und Kapellen aus vier Jahrhunderten sind zu besichtigen. Den Besucher erwarten bedeutende Sammlungen von Silber, Reliquien, Statuen, Porzellan und Miniaturen. Zu den Höhepunkten zählen der Renaissance-Saal des Antiquariums, das Cuvilliés-Theater, die Reichen Zimmer und die berühmte Schatzkammer.

Info: Tel. +49 (0)89-29067-1|ResidenzMuenchen(at)bsv.bayern.de  
www.residenz-muenchen.de | Öffnungszeiten: April - Mitte Oktober:
täglich 9 - 18 Uhr | Mitte Oktober - März: täglich 10 - 17 Uhr

Casino auf der Roseninsel, © BSV

Starnberger See, Park Feldafing und Roseninsel

Ein Bilderbuch-Panorama vom Karwendel bis zur Zugspitze und prunkvolle Schlösser und Villen an seinen Ufern prägen die Landschaft des Sees, der eng mit dem Schicksal Ludwigs II. verbunden ist. In Höhe der Votivkapelle bei Schloss Berg erinnert ein Holzkreuz im Wasser an die Todesstelle von Bayerns einstigem König. Bei einer Rundfahrt auf einem der Motorschiffe offenbart der See seine ganze Pracht. König Maximilian II. beauftragte 1853 Peter Joseph Lenné, einen Landschaftspark am Westufer des Sees zu entwerfen. Von dort aus gelangt man auf die mit hunderten von duftenden Rosen bepflanzte Roseninsel. Die Insel mit ihrer Inselvilla, dem sog. „Casino“, und dem ebenfalls von Lenné gestalteten Rosengarten wurde zu einem der Lieblingsaufenthalte des Märchenkönigs, der dort ausgewählte Gäste empfing. Von Mai bis Oktober kann man mit einer kleinen Fähre (bis 30 Pers.) auf die Insel übersetzen. „Casino“ nur mit Führung zu besichtigen. Dauer: ca. 30 Minuten.

Info: Tel. +49 (0)8151-90600 | info(at)sta5.de | www.sta5.de und
Tel. +49-(0)8151-6975
seeverwaltung.starnbergersee(at)bsv.bayern.de | www.schloesser.bayern.de
Öffnungszeiten: 1. Mai – Mitte Oktober: täglich außer Montag 12 – 18 Uhr

Kloster Ettal, cc, Foto: Stephan de Paly

Kloster Ettal

Mit seiner imposanten barocken Basilika und der Rokoko-Sakristei ist Kloster Ettal weit über die Grenzen Bayerns bekannt. Von Kaiser Ludwig dem Bayern 1330 gegründet, fungierte das Benediktinerkloster im 18. Jh. als Ritterakademie und war eine der bedeutendsten höheren Schulen der Zeit. Der Zentralbau mit 12-eckigem Grundriss beeindruckt vor allem durch die herausragende Stuckdekoration sowie durch das Deckenfresko. Schon König Ludwig II. zog es immer wieder nach Ettal. Von der Traumwelt des Mittelalters und der Sagen inspiriert, projizierte er den legendären Gralstempel des Templerordens in die Klosteranlage. Tipp: Kombinieren Sie eine Führung durch die Klosterkirche mit einer Führung durch die Klosterdestillerie und einem Besuch im Brauereimuseum. 

Info: Öffnungszeiten: Mo. – Sa.: 9 – 18 Uhr | So.: 12 Uhr – 18 Uhr
Tel. +49 (0)8822-740 | pforte(at)kloster-ettal.de | www.kloster-ettal.de